Zwiebelpflanzen
Eine Zwiebelpflanze (botanisch: Geophyt mit Zwiebelorgan) ist eine krautige Pflanze, die ein meist unterirdisches, gestauchtes Speicherorgan – die Zwiebel – besitzt, das ihr als Nährstoff- und Überdauerungslager für Ruhephasen dient.
Botanische Definition
Aus wissenschaftlicher Sicht wird eine Zwiebelpflanze durch folgende Kriterien definiert:
Zwiebel: Ein verkürzter Spross (Zwiebelkuchen), der von dicken, fleischigen Blättern (Zwiebelschuppen) umgeben ist, die Nährstoffe und Wasser speichern.
Die Pflanze zieht nach der Blüte komplett ein und überdauert Trockenheit oder Frost geschützt im Boden.
In der Zwiebel ist die komplette Pflanze inklusive Blättern und Blüte für das nächste Jahr bereits im Miniaturformat angelegt.
Vermehrung: Sie vermehren sich meist vegetativ durch die Bildung von kleinen Tochterzwiebeln.
Unterschiede:
- Echte Zwiebel (z. B. Tulpe, Narzisse): Besteht aus Schichten fleischiger Blätter.
- Knolle (z. B. Krokus, Gladiole): Besteht aus verdicktem Achsengewebe (Sprossknolle) ohne Schichten.
- Wurzelknolle (z. B. Dahlie): Besteht aus verdickten, fleischigen Wurzeln.