Landschaftsgärtner
 

Vegetationstechnik

Unter Vegetationstechnik versteht der Landschaftsgärtner alle technischen, baulichen und pflegerischen Maßnahmen, um Pflanzen im urbanen Raum sowie in der freien Landschaft erfolgreich anzusiedeln, zu entwickeln und dauerhaft zu erhalten. Es ist das Bindeglied zwischen Bautechnik und Biologie, geregelt in der Normenreihe DIN 18915 bis DIN 18920.

Kernbereiche der Vegetationstechnik

  • Bodenmanagement (DIN 18915): Lösen, Laden, Transportieren, Lagern und Einbauen von Oberboden (Mutterboden). Dazu gehört auch das Verbessern des Bodens durch Sand, Kompost oder Substrate.Boden- und Bauteilschutz (DIN 18920): 
  • Schutz von Bäumen, Pflanzenbeständen und Vegetationsflächen vor Schäden während der Bauphase (z. B. Schutz vor Stammverletzungen oder Bodenverdichtung durch schwere Baumaschinen).
  • Pflanzarbeiten (DIN 18916): Fachgerechtes Vorbereiten der Pflanzgruben, Einsetzen, Düngen, Wässern und Verankern von Gehölzen, Stauden und Großbäumen.
  • Rasenarbeiten (DIN 18917): Herstellen von Rasenflächen durch Einsaat, Rollrasen oder Ansaatverfahren (z. B. Nassansaat an Hängen) inklusive der ersten Pflegegänge.
  • Ingenieurbiologie (DIN 18918): Sicherung von Böschungen, Hängen und Gewässerufern durch lebende Pflanzen (z. B. Faschinen, Spreitlagen, Weidenspreitlagen) statt durch Beton oder Steine.
  • Entwicklungs- und Unterhaltungspflege (DIN 18919): Die vertraglich geregelte Nachsorge nach der Fertigstellung (Wässern, Mähen, Unkrautbekämpfung, Schnitt), bis die Anlage dauerhaft standsicher und überlebensfähig ist.Sonderstandorte: 
  • Begrünung von Extremstandorten wie Dachbegrünungen, Fassadenbegrünungen oder Baumpflanzungen in stark versiegelten Fußgängerzonen mit speziellen Baumsubstraten.