Rasenbaumaschine
1. Die vier Arbeitsschritte einer Rasenbaumaschine
Eine Rasenbaumschine arbeitet mechanisch sehr präzise:
- Vorwalze: Sie ebnet den vorbearbeiteten Boden grob vor und sorgt für einen gleichmäßigen Auflagedruck der Maschine.
- Säwerk: Über eine Rührwelle wird das Saatgut gleichmäßig aus dem Behälter geworfen.
- Igelwelle (Angetriebene Rechenwelle): Das Herzstück. Sie rotiert und arbeitet das Saatgut ca. 1–2 cm tief in den Boden ein. Gleichzeitig beseitigt sie letzte kleine Unebenheiten.
- Druckwalze (Glattwalze): Sie drückt den Boden und das Saatgut fest an (Bodenschluss), damit die Kapillarwirkung des Wassers funktioniert und die Samen nicht weggeweht oder weggeschwemmt werden.
2. Die Einstellung der Saatmenge (Wichtigster Handgriff)
Jede Rasenmischung hat ein anderes Korngewicht.
- Einstellskala: Über einen Hebel wird die Öffnung des Saatgutbehälters verstellt.
- Abdrehversuch: Man legt eine Auffangwanne (oft Zubehör) unter das Säwerk, dreht die Walze eine bestimmte Anzahl an Umdrehungen (entspricht einer festgelegten Quadratmeterzahl) und wiegt das aufgefangene Saatgut.
- Ziel: Übereinstimmung mit der Vorgabe (z. B. 25 g/m²).
3. Bedienung und Fahrtechnik
- Anschlussfahren: Man muss exakt "auf Kante" fahren. Überlappungen führen zu zu dichtem Wuchs (Pilzgefahr), Lücken zu kahlen Streifen.
- Kurvenfahrt: In engen Kurven sollte das Säwerk abgeschaltet werden, da sich sonst das Saatgut innen anhäuft.
- Geschwindigkeit: Gleichmäßiges Schritttempo ist entscheidend für ein homogenes Bild.
4. Bodenbeschaffenheit
- Vorbereitung: Der Boden muss vorher mit einer Umkehrfräse oder Kreiselegge gelockert und grob einplaniert sein.
- Feuchtigkeit: Der Boden darf absolut nicht nass sein. Bei feuchtem Boden verkleben die Igelwelle und die Druckwalze sofort mit Erde, wodurch das Saatgut wieder aus dem Boden gerissen wird.
5. Wartung und Reinigung
- Trockenheit: Saatgutreste ziehen Feuchtigkeit. Wenn die Maschine feucht gelagert wird, verklebt die Rührwelle oder beginnt zu rosten.
- Igelwelle reinigen: Nach der Arbeit müssen Erdreste zwischen den Stacheln entfernt werden, damit die Einreche-Funktion erhalten bleibt.
- Kettenpflege: Die Antriebsketten der Walzen müssen regelmäßig geschmiert werden.