Landschaftsgärtner
 

Gräser

Gräser (botanisch: Poales) sind einkeimblättriger, meist krautiger Pflanzen mit schmalen, parallelnervigen Blättern und unscheinbaren, windbestäubten Blüten. 

Botanische Definition

Stängel (Halm) ist rund, meist hohl und durch feste Querwände (Knoten oder Nodi) unterteilt.

Blätter sind zweizeilig angeordnet, schmal, langgestreckt und besitzen parallele Blattadern. Sie bestehen aus einer Blattscheide, die den Halm umschließt, und der abstehenden Blattspreite.

Blüten: stark reduziert, keine farbigen Kronblätter und sind in Ähren, Rispen oder Trauben angeordnet. Bestäubung durch den Wind.

Frucht ist eine einsamige Schließfrucht (Karyopse), bei der die Samenschale mit der Fruchtwand verschmolzen ist (das typische Getreidekorn).

Man unterscheidet drei Familien

  • Süßgräser (Poaceae): Runde, hohle Halme mit Knoten (z. B. Rasengräser, Weizen, Mais, Bambus).
  • Sauergräser (Cyperaceae): Dreikantige, markige Halme ohne Knoten (z. B. Seggen, Wollgras, Papyrus).
  • Binsengewächse (Juncaceae): Runde, markige Halme ohne Knoten, starr und borstig (z. B. Flatter-Binse).

Bedeutung:

  • Ernährung: Alle Getreidearten (Reis, Weizen, Mais, Gerste, Hafer) sind Süßgräser und bilden die Hauptnahrungsgrundlage.
  • Baustoff: Bambus gehört zu den Gräsern und dient als stabiler, schnell nachwachsender Rohstoff.
  • Ziergräser bringen Struktur, Bewegung und Leichtigkeit in Beete und behalten oft auch im Winter ihre Form.