Fingerprobe
Die Fingerprobe (auch Knörzelprobe genannt) bestimmt die Bodenart im Feld anhand der Bindigkeit, Formbarkeit und Körnigkeit der Bodenprobe. Sie gibt Aufschluss über die Anteile von Sand, Schluff und Ton.
Anleitung:
- Probe entnehmen:
- Eine walnussgroße Menge Erde aus der Wurzelzone nehmen und von Steinen oder Wurzeln befreien.
- Anfeuchten: Die Erde mit etwas Wasser versetzen, bis sie gut knetbar, aber nicht klatschnass oder breiig ist.
- Kneten & Rollen: Die Probe intensiv zwischen den Händen reiben, zu einer Kugel formen und anschließend versuchen, eine bleistiftdicke Rolle daraus zu formen.
- Reibeprobe: Etwas Erde intensiv direkt zwischen Daumen und Zeigefinger reiben und an das Ohr halten, um das Knirschen zu hören.
Die 3 Haupt-Ergebnisse im Überblick
Probe lässt sich NICHT formen? ──► SAND (S)
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Lässt sich formen? ──► Kugel/Rolle bilden ──► Reiben & Hören
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Knirscht stark, stumpf Schmierig, glänzend
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SCHLUFF (U) TON (T)
Reiner Sand (S):
- Lässt sich überhaupt nicht formen und zerfällt sofort.
- Die Finger bleiben sauber.
- Es knirscht beim Reiben laut und deutlich am Ohr.
Schluff (U):
- Lässt sich mäßig formen (Kugel gelingt, Rolle bricht schnell).
- Fühlt sich samtig-mehlig an und haftet stark in den Hautfalten.
- Beim Reiben knirscht es kaum, die Oberfläche bleibt matt
Ton (T):
- Ist extrem formbar (wie Knete oder Ton) und lässt sich zu dünnen Röllchen formen.
- Fühlt sich klebrig und fettig an.
- Beim Verreiben entsteht eine spiegelglatte, glänzende Fläche (Gleitfläche).
Lehm (L):
- Ist eine Mischung aus allen drei Komponenten. Er ist gut formbar (Ton-Anteil), fühlt sich aber gleichzeitig rau und knirschend an (Sand-Anteil).