Landschaftsgärtner
 

Pflanzplan

Der Pflanzplan ist für den Landschaftsgärtner die fachbotanische Detailzeichnung. Während der Entwurfsplan nur grob zeigt „hier kommt eine Hecke hin“, legt der Pflanzplan exakt fest, welche Pflanze in welcher Menge an welchen Platz gesetzt wird.

Kerninhalte eines Pflanzplans

  • Botanische Namen: Um Verwechslungen auszuschließen, werden Pflanzen immer mit ihrem lateinischen Namen (z. B. Lavandula angustifolia statt nur „Lavendel“) und der genauen Sorte angegeben.
  • Stückzahlen: Die genaue Menge pro Fläche oder Gruppe.
  • Qualitätsangaben: Angaben zur Verkaufsgröße (z. B. Stammumfang bei Bäumen oder Topfgröße bei Stauden).
  • Positionierung: Symbole oder Nummern markieren den genauen Standort. Gruppen werden oft mit Verbindungslinien zusammengefasst.
  • Pflanzabstände: Der Plan gibt vor, wie viele Pflanzen pro Quadratmeter (m²) gesetzt werden müssen, damit die Fläche später blickdicht zuwächst, ohne dass die Pflanzen sich gegenseitig unterdrücken.

Pflanzenliste/ Legende:

  • Symbol/Kürzel (z. B. „Ag“ für Alchemilla gellida)
  • Botanischer & Deutscher Name
  • Menge (Gesamtstückzahl)
  • Qualität/Größe (z. B. „Container, 15–20 cm“)

Bedeutung für den Landschaftsgärtner

  • Bestellung: Der Gärtner schickt die Pflanzenliste an die Baumschule oder Staudengärtnerei für ein Angebot.
  • Logistik: Er weiß, wie viel Substrat, Dünger oder Rindenmulch er zusätzlich benötigt.
  • Ausführung: Auf der Baustelle werden die Pflanzen erst in ihren Töpfen gemäß Plan auf der Fläche verteilt („ausgelegt“), bevor sie eingepflanzt werden. So wird sichergestellt, dass das Bild am Ende der Planung entspricht.

Zusammengefasst: 

Der Pflanzplan übersetzt die gestalterische Idee in eine Einkaufs- und Arbeitsliste für die lebenden Baustoffe des Gartens.