Ausführungsplan
Der Ausführungsplan (oft auch Werkplan oder Polierplan genannt) ist für den Landschaftsgärtner die technisch exakte Bauanleitung für die Baustelle. Während ein Entwurfsplan eher die Gestaltungsidee zeigt, legt der Ausführungsplan unmissverständlich fest, was, wie und wo gebaut wird.
Kerninhalte des Ausführungsplans
- Bemaßungen & Verortung: Exakte Maße für Wege, Mauern, Treppen und Terrassen (Absteckpläne).
- Höhenangaben: Festlegung von Gefällen, Stufenhöhen und Geländemodellierungen zur Sicherung der Entwässerung.
- Materialvorgaben: Detaillierte Angaben zur Beschaffenheit von Steinen, Belägen, Substraten und technischen Bauteilen.
- Technische Details: Schnitte und Detailzeichnungen für komplexe Bauwerke wie Schwimmteichtechnik, Fundamente oder Maueranschlüsse.
- Leitungsverläufe: Geplante Trassen für Strom (Beleuchtung) und Wasser (Bewässerung).
Maßstäbe & Form
Um alle Details lesbar zu machen, werden meist folgende Maßstäbe genutzt:
- Gesamtplan: Meist 1:50 (bei sehr großen Flächen auch 1:100).
- Detailzeichnungen: Maßstäbe von 1:20 bis 1:1 für komplizierte Anschlüsse oder Konstruktionen.
Bedeutung für die Kalkulation
Der Ausführungsplan dient als Grundlage für das Leistungsverzeichnis (LV). Nur durch die exakte Planung können Materialmengen (z. B. Tonnen an Schotter oder Anzahl der Pflanzen) genau berechnet und Angebote verschiedener Firmen objektiv verglichen werden.