Landschaftsgärtner
 

Entwurfsplan

Der Entwurfsplan ist im GaLaBau die „Visitenkarte“ des Projekts. Er ist das erste konkrete Bild des künftigen Gartens und dient primär der Kommunikation zwischen Gärtner und Kunde.
Während der Ausführungsplan eine technische Bauanleitung ist, steht beim Entwurfsplan die Gestaltung, Ästhetik und Funktion im Vordergrund.

Kerninhalte des Entwurfsplans

  • Raumaufteilung: Wo befinden sich Terrasse, Rasen, Wege, Teiche und Pflanzflächen?
  • Gestaltungsidee: Welche Formen dominieren (z. B. modern-geradlinig oder natürlich-geschwungen)?
  • Material- und Farbauswahl: Erste Festlegungen, ob z. B. Naturstein oder Betonpflaster verwendet wird oder welcher Stil bei der Bepflanzung (mediterran, Bauerngarten etc.) verfolgt wird.
  • Licht und Schatten: Darstellung von Gehölzen und deren Schattenwurf sowie erste Ideen zur Beleuchtung.
  • Möblierung & Ausstattung: Platzierung von Sichtschutzelementen, Gartenhäusern oder Sitzplätzen.

Form und Darstellung

  • Maßstab: Meist 1:100 oder 1:50 (für Hausgärten).
  • Optik: Oft farbig gestaltet, mit Schattenwurf und realistischen Texturen (z. B. Steinmuster, Rasenstruktur), um dem Kunden eine räumliche Vorstellung zu geben.
  • Zusätze: Häufig werden dem Entwurf Referenzfotos oder 3D-Visualisierungen beigefügt, um die Atmosphäre zu verdeutlichen.

Bedeutung für den Landschaftsgärtner

  • Verkaufsinstrument: Er überzeugt den Kunden vom Konzept und führt zur Beauftragung.
  • Kalkulationsbasis: Auf Grundlage des Entwurfs kann eine erste Kostenschätzung erstellt werden.
  • Vorgänger des Ausführungsplans: Sobald der Kunde den Entwurf freigibt, werden daraus die exakten technischen Maße für die Umsetzung entwickelt.

Zusammengefasst: Der Entwurfsplan zeigt das „Was“ (die Idee), während der Ausführungsplan das „Wie“ (die Technik) klärt.