Katasterplan
Der Katasterplan (auch Flurkarte oder Liegenschaftskarte genannt) ist das amtliche Dokument, das die rechtlichen Grenzen und die genaue Lage eines Grundstücks schwarz auf weiß festlegt.
Kerninhalte des Katasterplans
- Flurstücksgrenzen: Die exakten Linien, die das Grundstück definieren.
- Flurstücksnummern: Die amtliche Bezeichnung (Identifikationsnummer) des Geländes.
- Vorhandene Gebäude: Alle bereits eingemessenen Bauwerke mit ihren Grundrissen.
- Nutzungsarten: Kennzeichnung der Flächen (z. B. Gartenland, Wald, Hoffläche).
- Rechtssicherheit: Bevor Zäune, Mauern oder Hecken gesetzt werden, muss anhand der Grenzsteine und des Katasterplans geprüft werden, ob die Maße stimmen.
- Planungsgrundlage: Er ist oft der erste Plan, den ein Gärtner erhält, um darauf den Entwurfsplan aufzubauen.
- Bauanträge: Für genehmigungspflichtige Vorhaben (z. B. große Gartenhäuser, Stützmauern oder Pools) ist ein amtlicher Auszug aus dem Katasterplan (meist als Teil des Lageplans) zwingend erforderlich.
- Abstandsflächen: Er hilft dabei, die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstände zum Nachbarn (Grenzhöhen, Baulinien) korrekt einzuhalten.
Wichtiger Unterschied: Katasterplan vs. Lageplan
- Der Katasterplan ist ein fertiges Dokument vom Vermessungsamt.
- Ein Lageplan wird oft individuell für ein Bauvorhaben erstellt; er nutzt den Katasterplan als Basis, ergänzt ihn aber um Details wie Höhenkurven, geplante Objekte oder Leitungsverläufe.