Landschaftsgärtner
 

Einbau einer Linienentwässerung (Rinne)

1. Planung und Vorbereitung
Um das Oberflächenwasser einer gepflasterten Einfahrt (oder Terrasse) gezielt abzuleiten, wurde der Einbau einer Entwässerungsrinne geplant. Zuerst wurde der Verlauf mit einer Richtschnur markiert. Dabei wurde das Gefälle der angrenzenden Fläche berücksichtigt, sodass das Wasser direkt in die Rinne geleitet wird.


2. Aushub und Untergrund
Es wurde ein Graben ausgehoben, der breit und tief genug für das Fundament und den Rinnenkörper war.

  • Maße: Der Graben war ca. 20 cm breiter als die Rinne selbst (10 cm Rückenstütze pro Seite).
  • Sohl-Vorbereitung: Die Grabensohle wurde standfest verdichtet.

3. Einbau des Fundaments und der Rinnenkörper


  • Betonbett: Es wurde ein erdfeuchter Magerbeton (z. B. C12/15) als Fundamentschicht eingebracht (Dicke ca. 10–15 cm).
  • Setzen der Rinne: Die Rinnenkörper wurden in das frische Betonbett gesetzt und mit dem Gummihammer auf die exakte Höhe (unter Verwendung von Schnur und Wasserwaage) festgeklopft.
  • Wichtig: Die Oberkante des Rinnenrostes muss ca. 3–5 mm tiefer liegen als der angrenzende Belag, damit das Wasser ungehindert einfließen kann.
  • Rückenstütze: Seitlich wurde der Beton hochgezogen (Rückenstütze), um die Rinne gegen seitliche Belastungen durch Fahrzeuge oder Belagsschwingungen zu sichern.
    4. Anschluss an das Entwässerungssystem
    Die Rinne wurde am tiefsten Punkt mit einem Einlaufkasten (Sinkkasten) verbunden.


  • Schlammeimer: In den Einlaufkasten wurde ein Schlammsammler eingesetzt, um groben Schmutz zurückzuhalten.
  • Rohranschluss: Der Kasten wurde über ein KG-Rohr (DN 100) an die Grundleitung bzw. das Kanalnetz oder eine Versickerung angeschlossen.
  • Dichtheit: Beim Zusammenstecken der Rinnenelemente wurde auf die Nut-Feder-Verbindung und ggf. vorhandene Dichtungen geachtet.

5. Abschlusskontrolle

Nach dem Aushärten des Betons wurden die Roste eingesetzt und verschraubt. Eine Fließprobe mit Wasser bestätigte, dass das Gefälle korrekt ist und das Wasser zügig abläuft.

    Fachbegriffe für dein Berichtsheft:
  • Erdfeuchter Beton: Beton mit geringem Wasseranteil, der sich gut formen lässt (Rückenstütze).
  • Sinkkasten: Bauteil zum Anschluss an die Rohrleitung inklusive Geruchsverschluss und Schlammfang.
  • Gefälle: Meist 1–2 % in Richtung der Rinne.
  • Überstand: Der Belag muss minimal höher sein als die Rinne (Vermeidung von Stolperkanten und Wasserstau).


    Eingesetzte Maschinen/Werkzeuge:
  • Spaten, Schaufel, Schubkarre.
  • Wasserwaage, Richtschnur, Gummihammer.
  • Winkelschleifer (zum Zuschneiden der Rinnenelemente).

Tipp für die Skizze: 

Zeichne einen Querschnitt der Rinne im Betonbett. Markiere dabei die Rückenstütze aus Beton und den Höhenunterschied zum angrenzenden Pflasterbelag (Pflaster > Rinne).