Landschaftsgärtner
 

Bodenklassen

1. Bodenklasse 1: Mutterboden (Oberboden)

  • Oberste Schicht des Bodens, die neben mineralischen Stoffen auch Humus und Lebewesen enthält.
  • Muss nach dem Naturschutzgesetz gesondert abgetragen und für die spätere Wiederverwendung (Pflanzflächen/Rasen) gelagert werden.

2. Bodenklasse 2: Fließende Bodenarten

  • Schöpf- oder fließfähige Böden, die viel Wasser enthalten und von selbst abfließen (z. B. Schlamm oder flüssiger Torf).
  • Sehr schwer zu sichern und kaum tragfähig als Baugrund.

3. Bodenklasse 3: Leicht lösbare Bodenarten

  • Nicht bindige bis schwach bindige Böden (Sand, Kies) mit wenig Steinen.
  • Lassen sich leicht mit dem Spaten oder kleinen Baggern lösen.

4. Bodenklasse 4: Mittelschwer lösbare Bodenarten

  • Gemische aus Sand, Schluff und Ton mit einem höheren Steinanteil oder festerer Konsistenz.
  • Das ist der typische Boden auf den meisten Baustellen. Er lässt sich gut mit Standard-Baumaschinen bearbeiten.

5. Bodenklasse 5: Schwer lösbare Bodenarten

  • Böden mit hohem Steinanteil oder sehr festem, zähem Ton/Lehm.
  • Graben von Hand extrem anstrengend; du brauchst schwerere Bagger oder Reißzähne.

6. Bodenklasse 6: Leicht löslicher Fels / Vergleichbare Bodenarten

  • Bröckeliger, zerklüfteter oder schieferiger Fels sowie sehr fest gewordene Böden.
  • Hier stoßen normale Löffel an ihre Grenzen. Oft sind Reißzähne oder Abbruchhämmer nötig.

7. Bodenklasse 7: Schwer löslicher Fels

  • Massiger Fels, der kaum Klüfte hat.
  • Nur durch Sprengen, Meißeln oder schwere Hydraulikhämmer zu lösen.